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Allgemein
Wolfsburg verkürzt durch Kantersieg
Dämpfer für Augsburger Euphorie


Einen klaren 6:1-Sieg feierten die Grizzly Adams Wolfsburg im dritten Halbfinale gegen die Augsburger Panther und bleiben zumindest vorerst im Kampf um die Finalteilnahme dabei. Vor nur 2.834 Zuschauern zeigten die Grizzlies eine geschlossene Mannschaftsleistung und waren den Gästen in allen Belangen überlegen. Augsburg hat am kommenden Freitag vor heimischer Kulisse nun die nächste Gelegenheit ins Finale gegen Hannover einzuziehen.
 
Eine klare Sprache spricht alleine das Chancenverhältnis, welches eine Schussbilanz von 41:22-Torschüssen zugunsten der Niedersachsen verzeichnet. Doch die Partie begann eigentlich wie gehabt in dieser Serie. In der 10. Spielminute brachte Beechey die Panther mit einem verwandelten Penalty zunächst mit 1:0 in Führung, welche Sarno in Überzahl in der 16. Minute ausgleichen konnte.
 
Die Überlegenheit der Grizzlies spiegelte sich im zweiten Abschnitt, im Gegensatz zu den bisherigen Partien, in Toren wieder. Furchner (27.), Fischer in Überzahl (29.) und Hospelt, ebenfalls in Überzahl, (34.) brachten Wolfsburg vorentscheidend mit 4:1 in Führung. Im Schlussdrittel konnten Laliberte (43.) und Alavaara (55.) das Ergebnis noch zum 6:1-Endstand in die Höhe schrauben. Nach dem sechsten Gegentreffer verliess der bislang überragende Dennis Endras den Augsburger Kasten und liess Ersatzmann Leo Conti Play-off-Luft schnuppern. Doch für eine Wende in der Partie war dies verständlich zu spät.
 
Am kommenden Freitag haben die Augsburger Panther im sicherlich wieder prächtig gefüllten heimischen Curt-Frenzel-Stadion Heimrecht im vierten Aufeinandertreffen. Gelingt den Panthern ein Sieg, stehen sie im Finale gegen die Hannover Scorpions, setzen sich die Grizzly Adams durch, kommt es am Sonntag zu einem alles entscheidenden Spiel in der VW-Stadt.

 

 

 

veröffentlicht auf eishockey.info

 

 

Allgemein
Umfrage: 30 Prozent wollen Europa-Liga statt DEL
70 Prozent bevorzugen deutsche Gegner


Knapp 30 Prozent von 1.420 Eishockey Info-Lesern würden es gut finden, wenn Ihr Lieblingsclub in einer europäischen statt in einer deutschen Liga spielen würde. 70 Prozent sind dafür, dass ihr Club weiter in einer deutschen Liga spielt. Bei der Umfrage gab es fast keine Enthaltungen. Ein Thema, zu denen die Fans jeweils eine klare Meinung dafür oder dagegen haben.
 
Grund der Umfrage war die Meldung, dass Mannheim und Berlin ein Angebot für eine kommende Europa-Liga vorliegen haben sollen, in der europäische Spitzenclubs gegeneinander spielen. Dafür entfällt der Spielbetrieb in einer deutschen Liga. Im Spätsommer wird es ein europäisches Turnier geben, das als möglicher Test für eine Europa-Liga gilt.
 
In unserer neuen Umfrage möchten wir wissen, wie oft Weltmeisterschaften im Eishockey stattfinden sollen. Hintergrund ist die Überlegung, ob man Eishockey Weltmeisterschaften wie Olympische Spiele seltener austrägt und dafür die Chancen steigen, dass auch NHL-Spieler daran teilnehmen können.

veröffentlicht auf eishockey.info

 

 

 

Eis-Desaster

Eisbären: Zerbrechen sie am Playoff-Aus?

 

08. April 2010 18.36 Uhr, Oliver Knaack

Nach dem Aus gegen Augsburg wird sich bei den Eisbären einiges ändern. B.Z. sagt, was.

Nach dem Sensations-Aus im Viertelfinale gegen Augsburg hatten die EHC-Profis plötzlich viel Zeit für ihre Frauen und Kinder. Dagegen trainierten die Panther schon wieder, bereiteten sich auf das Halbfinale in Wolfsburg vor. In Berlin, im Welli, der Eisbären-Kultstätte. Das tut doppelt weh…

Doch die Frage, die sich die Fans jetzt am häufigsten stellen: Zerbrechen die Eisbären an diesem Desaster? Viele Profis haben ihren Zenit erreicht, einige haben ihn bereits überschritten. Ist diese Pleite auch das endgültige Ende eines großen Teams, das in den letzten fünf Jahren vier Titel holte?

B.Z. sagt, mit wem 2010/11 wieder zu rechnen ist:

► Kapitän Steve Walker (37). Sein Körper lässt ihn immer mehr im Stich. Zuletzt war es die Leiste, außerdem nervt das kaputte Knie (Kreuzband). Er will im Sommer mit dem nötigen Abstand entscheiden, ob er zurückkommt. Tendenz: „Walks“ geht.

► Vertrag bis 2011 oder darüber hinaus haben Andre Rankel, Florian Busch, Marvin Degon, Rob Zepp, Jens Baxmann, Frank Hördler, Chris Hahn sowie die Mulock-, Weiß- und Braun-Brüder. An dem Gerücht, Alex Weiß und Tyson Mulock würden nach Frankfurt gehen, ist nichts dran. „Beide sind jung, bei beiden zeigt die Entwicklungskurve nach oben“, sagt Manager Lee.

► Stefan Ustorf (36) kündigte an, seinen 2011-Vertrag zu erfüllen. Gleiches gilt für Derrick Walser (31). „Ich bin auch nicht zufrieden, kann es besser. Das werde ich kommende Saison zeigen“, sagte der Verteidiger.

► Sven Felski (35). Sein Vertrag läuft aus, beide Seiten haben eine Option. Tendenz: Felle bleibt zu 99%.

► Jeff Friesen (33): Ein Stürmer, der ein Spiel allein entscheiden kann. Enttäuschte in den Playoffs. Vertrag läuft aus, soll bleiben.

► Auch Richie Regehrs (27) Kontrakt läuft aus: „Wir wollen ihn zurück“, sagt Lee. Anders sieht’s bei Andy Roach (36) aus. Der Verteidiger wird, trotz 33 Punkten (12 Tore, 21 Vorlagen), wohl keinen Vertrag bekommen.

Lee kämpferisch: „Jetzt habe ich mehr Zeit, die Mannschaft zu verstärken.“ Der erste Neue ist Iserlohns Center Mads Christensen (23).

Fazit: 2010/11 wird das letzte Ballyhoo dieser EHC-Generation. Punktuell verstärkt wollen Felski, Ustorf und Co einen letzten Großangriff Richtung Titel starten. Danach folgt der endgültige Umbruch.

veröffentlicht auf www.bz-berlin.de

 

 

 

Allgemein
59. Spieltag: Krefeld ist aus dem Rennen
Iserlohn erzwingt «Endspiel» - DEG verliert erneut


Mannheims Michael Hackert scheitert an Frankfurts Ian Gordon. Foto: Rhein Neckar Pictures

Am 59. Spieltag haben sich die finanziell arg gebeutelten Krefeld Pinguine mit einer 2:4-Niederlage bei den Eisbären Berlin aus dem Play-off-Rennen verabschiedet. Die Iserlohn Roosters setzten sich im direkten Duell bei den Kölner Haien durch und haben am Sonntag nun ein Endspiel um Rang zehn. Auch unter dem neuen Trainerduo Nethery / Leslie kassierten die DEG Metro Stars eine 4:5-Niederlage gegen die Straubing Tigers, Derbysiege feierten die Frankfurt Lions mit 3:2 bei den Adlern Mannheim, der ERC Ingolstadt mit 3:0 bei den Nürnberg Ice Tigers und die Grizzly Adams Wolfsburg mit 2:1 nach Verlängerung bei den Hannover Scorpions. Die Augsburger Panther setzen sich im Scheibenschießen bei den Kassel Huskies mit 6:5 durch.


 
Eine 2:4-Niederlage bei den Eisbären Berlin besiegelten das Play-off-Aus der Krefeld Pinguine, die nun keine Chance mehr haben, einen der zehn begehrten Plätze in der Abschlusstabelle zu erreichen. Vor 14.200 Zuschauern brachten Rankel (6.), Ustorf (13.) und Alexander Weiß (23.) die Eisbären bereits mit 3:0 in Führung, ehe die Pinguine durch Stephens (33.) und Hager (55.) noch zum 2:3 verkürzten. In der Schlussminute traf TJ Mulock mit einem Schuss ins leere Gehäuse zum 4:2-Endstand für die Eisbären.
 
Die Iserlohn Roosters haben sich ein Endspiel um die Play-off-Teilnahme am komenden Sonntag durch einen 3:1-Sieg bei den Kölner Haien gesichert. Allerdings wird die Aufgabe nicht leicht, gegen die Adler Mannheim gilt es scht Tore Rückstand auf Köln aufzuholen. Vor 11.368 Zuschauern brachten Veideman (7.), Giuliano (11.) und ready (14.) die Roosters innerhalb von sieben Minuten mit 3:0 in Führung, Ciernik konnte für die Haie in der 51. Minute nur noch zum 1:3-Endstand verkürzen.
 
Auch mit einem neuen Trainergespann kassierten die DEG Metro Stars eine Niederlage: Gegen die Straubing Tigers unterlag der amtierende Vizemeister vor 5.706 Zuschauern mit 4:5. Die Führung der Gastgeber durch Reid (11.) drehte der ex-Düsseldorfer Ramsay in der 14. und 18. Minute in eine 2:1-Führung der Tigers. Im zweiten Abschnitt konnten Joseph (25.) und Caldwell (31.) zweimal für Düsseldorf ausgleichen, Meloche (26.) und Elfring (40.) brachten die Tigers zweimal zum 4:3 in Führung. Stewart erhöhte in der 44. Minute vorentscheidend zum 5:3 für Straubing, Reimer konnte in der 57. Minute nur noch zum 4:5-Endstand verkürzen.
 
Nach dem deutlichen Sieg im Hessenderby gegen Kassel unter der Woche konnten die Frankfurt Lions auch das Duell bei den Adlern Manheim für sich entscheiden. Mit 3:2 setzen sich die Hessen vor 13.600 Zuschauern bei den Kurpfälzern durch. Die Führung der Lions durch Oppenheimer (13.) konnte Mauer nur 20 Sekunden später ausgleichen, im zweiten Abschnitt sorgten Langfeld (26.) une Periard (38.) für die Vorentscheidung zugunsten Frankfurts. King konnte in der 45. Minute nur noch zum 2:3-Endstand verkürzen.
 
Der ERC Ingolstadt setzte sich im Derby bei den Nürnberg Ice Tigers vor 6.678 Zuschauern deutlich mit 3:0 durch. Hussey (26.), St. Jacques (39.) und erneut Hussey (46.) trafen für die Panther, die nach dem Sieg weiterhin eine Chance auf Rang vier haben.
 
Auch die Grizzly Adams Wolfsburg feierten einen Derbysieg. Bei den Hannover Scorpions gewann der Tabellenzweite nach Verlängerung mit 2:1. Die Führung der Scorpions durch Brimanis (27.) glich Hospelt eine Sekunde vor Spielende aus, auch für den Siegtreffer zeigte sich der Angreifer in der 65. Minute vor 7.096 Zuschauern verantwortlich.
 
Ein "fröhliches Scheibenschießen" erlebten 3.588 Zuschauer bei der 5:6-Niederlage der Kassel Huskies gegen die Augsburger Panther. Nach der Führung der Huskies durch Dinger (3.) brachten Collins (11.), Murphy (16.) und Engelhardt (18.) die Panther mit 3:1 in Führung. In der Folge drehten Klinge (19.), Soares (35.) und Côte (39.) den Rückstand in eine 4:3-Führung der Huskies, ehe Collins (44.) und Olver (46. und 57.) die Panther mit 6:4 in Führung schossen. Leavitt konnte nur acht Sekunden später für Kassel noch zum 5:6 verkürzen.

 

veröffentlicht auf eishockey.info

 

 

 

Allgemein
«Spieltag 58»: Die Fans gehen auf die Barrikaden
Anhänger inszenieren «Trauer um deutsches Eishockey»


Nicht alle Fans fühlen sich derzeit gut von der DEL unterhalten. Foto: Stefan Jonat.

Als ob die DEL derzeit nicht genug Sorgen hätte: Nach den finanziellen Offenbarungseiden in Köln, Kassel und zuletzt Krefeld, sowie der latenten und immer wieder aufflackernden Kritik an der Qualität des deutschen Eishockeys, die zwangsläufig auch auf die DEL abstrahlt, gehen nun auch noch die Fans auf die Barrikaden. Ein skurriler Protest - erdacht von Mannheimer Anhängern - soll am Dienstag Verantwortliche wachrütteln. Doch man fragt sich zwangsläufig: Und was dann?

Weiterführende Links


Fan-Aktion zum 58. Spieltag



Bundesweit haben die Initiatoren der Aktion «Spieltag 58» dazu aufgerufen, in schwarzer Kleidung im Stadion zu erscheinen, um so das «geliebte Hobby» deutsches Eishockey zu Grabe zu tragen. Wer die wenig aussagekräftige Seite des Projektes im Netz besucht, erfährt jedoch wenig über die wahren Hintergründe. Vordergründig geht es um Schiedsrichterentscheidungen, eine überharte Regelauslegung, die «Rasse und Klasse» im Eishockey zuwider laufen würden. Aber mal ehrlich: Beängstigen dürfte die Verantwortlichen der DEL nicht der vordergründige Anlass der Proteste, sondern die Proteste selbst - sofern sich am morgigen Dienstag viele eingefleischte Anhänger in den Stehblöcken anschließen. Denn dass es in der «alten Fanwelt», also unter den dem sogenannten "Nicht-Event-Publikum" rumort, ist lange bekannt. Auch der DEL-Führung ist es nicht verborgen geblieben, dass viele Kenner des Sports die Entwicklung der Nationalmannschaft, aber auch der Liga mit ihren Fastpleiten und einer Übermannschaft Eisbären Berlin (Langeweile lässt grüßen) kritisch betrachten.

Das Problem aller Beteiligter - auch der protestierenden Fans - scheint die Ratlosigkeit über die Zukunft und den richtigen Weg dorthin zu sein. Denn trotz gelegentlicher und im Einzelfall sicher kluger Verbesserungsvorschläge wie «Reduzierung der Ausländer», «Pflichteinsätze für U23-Spieler im vierten Block» und vielem mehr, mangelt es an der Zauberformel. Der Zauberformel, die die leeren Hallen wieder voll macht und damit die Kassen der Clubs. Und sorry, Fans: Diese Zauberformel kann nicht aus einem "wir lassen wieder mehr Faustkämpfe zu" bestehen! Ein tausendfach in sich verwobener gordischer Knoten will zerschlagen werden, um die Probleme des deutschen Eishockeys zu bewältigen. Gewiss wurde in Köln über die Verhältnisse gelebt, gewiss könnte das deutsche Eishockey besser sein, gewiss könnte der Nachwuchs besser gefördert werden. Aber es gibt eben auch Faktoren, die kurzfristig niemand beeinflussen kann aus der Eishockeyszene. Eine Wirtschaftskrise mit Konsumzurückhaltung und ein übermächtiger Konkurrent namens Fußball sorgen eben auch dafür, dass Eishockey in der öffentlichen Wahrnehmung eine Randsportart ist.

Dies ist jetzt keineswegs ein Plädoyer gegen angemahnte und dringend notwendige Reformen, realistischere Etatplanung oder neue Spielmodi. Es ist ein Eingeständnis der Ratlosigkeit, die in gewisser Weise auch der Autor dieser Zeilen verspürt. Aber vielleicht haben die Fans in ihren schwarzen Kitteln ja morgen auch Antworten zur Hand, ansonsten wird ihr Protest originell aber wirkungslos bleiben. Und das wäre schade.

veröffentlicht auf eishockey.info

 

 

 

 

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